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10.03.2013

Hauptfest am 4. Fastensonntag, 10. März 2013

Am traditionellen Termin "Laetare", also am 4. Fastensonntag, feierte Bischof Dr. Gregor Maria Hanke OSB als Protektor (Schirmherr) der Vereinigung mit 800 Mitgliedern das Hauptfest. Bevor er zehn neuen Sodalen zu Ihrer Aufnahme in die Kongregation gratulierte, unter ihnen auch der Eichstätter Oberbürgermeister Andreas Steppberger, analysierte er in seiner Predigt die Situation der Gesellschaft.

Für Thomas Mack (40) und Isidor Wittmann (48) aus Möckenlohe hatte das Hauptfest der Marianischen Männerkongregation (MMC) bereits um 5 Uhr morgens begonnen. Es war noch dunkel, als sich beide auf ihren zweieinhalb stündigen Fußmarsch begeben haben. Seit 12 Jahren kommen sie jedes Jahr zur Schutzengelkirche und vermerken auf ihren Spazierstöcken mit einer Plakette die jeweilige Jahreszahl. "Das Hauptfest heißt ‚Steckerlfest‘, und deshalb wollten wir an die alte Tradition, zu Fuß mit dem Steckerl nach Eichstätt zu kommen, anknüpfen." Wie sie denken 16 andere Männer aus Möckenlohe und Hofstetten, die sich noch vor dem Festgottesdienst in einem Wirtshaus stärken.

Am traditionellen Termin "Laetare", also am 4. Fastensonntag, feierte Bischof Dr. Gregor Maria Hanke OSB als Protektor (Schirmherr) der Vereinigung mit 800 Mitgliedern das Hauptfest. Bevor er zehn neuen Sodalen zu Ihrer Aufnahme in die Kongregation gratulierte, unter ihnen auch der Eichstätter Oberbürgermeister Andreas Steppberger, analysierte er in seiner Predigt die Situation der Gesellschaft. Sie sei in großen Teilen hoffnungslos geworden, da sie vor allem an innerweltliche Kategorien wie Wirtschaftswachstum und Spaß glaube. Ohne das Licht des Glaubens breiten sich gegenseitige Schuldzuweisungen und Pessimismus aus. Als leuchtendes Vorbild im Glaubensleben stellte der Bischof den Sodalen Maria vor Augen, die in ihrem unspektakulären Alltag in Nazareth auf Gott ausgerichtet war. "Gott, du bist da, auch im Wirrwarr des Lebens", sei Maria überzeugt gewesen.

In der Nachmittagsandacht gratulierte Präses Regens Christoph Wölfle 51 Mitgliedern zu ihren Beitrittsjubiläen, unter anderem Dompfarrer Josef Blomenhofer (25 Jahre) und Domkapitular em. Alois Brandl (65 Jahre). Am bislang längsten hielt Werner Hergenröder der Kongregation die Treue. Vor 80 Jahren trat er als Dreizehnjähriger in Nürnberg der Vereinigung bei. Weil der 93-Jährige nicht persönlich erscheinen konnte, nahm sein Sohn, Pfarrer Dr. Clemens Hergenröder, die Ehrennadel für ihn entgegen. Zuvor legte Präses Wölfle ausgehend von den Statuten der MMC dar, wie die Sodalen über das Hauptfest hinaus in ihren Ortsgruppen den Glauben an Christus bezeugen können. "Die Gesellschaft und die Kirche braucht Sie", rief er den Mitgliedern zu.

Nach der Sakramentsprozession durch die Innenstadt, die von der Blaskapelle Möckenlohe begleitet wurde, machten sich drei Teilnehmer unterschiedlicher Generationen aus Seuversholz zufrieden auf den Heimweg. Konrad Breitenhuber war froh, dass er für 60 Jahre Mitgliedschaft feierlich geehrt wurde. Sein gleichnamiger Sohn freute sich über seine Entscheidung, nach einigen Jahren der Überlegung heuer der MMC beigetreten zu sein. Und sein wiederum gleichnamiger zehnjähriger Sohn war begeistert, heuer erstmals beim Hauptfest dabei gewesen sein zu dürfen. Am besten haben ihm zweierlei gefallen: "Die Blaskapelle und der riesige goldene Hochaltar mit den vielen Englein".

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